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Grunderwerbsteuer-Rechner: Steuer für alle Bundesländer berechnen

Grunderwerbsteuer
29.250,00 €
6,5 % von 450.000,00 € · fällig nach Steuerbescheid, meist innerhalb eines Monats
BundeslandSteuersatzSteuer bei diesem Kaufpreis
Baden-Württemberg5,0 %22.500,00 €
Bayern3,5 %15.750,00 €
Berlin6,0 %27.000,00 €
Brandenburg6,5 %29.250,00 €
Bremen5,5 %24.750,00 €
Hamburg5,5 %24.750,00 €
Hessen6,0 %27.000,00 €
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %27.000,00 €
Niedersachsen5,0 %22.500,00 €
Nordrhein-Westfalen6,5 %29.250,00 €
Rheinland-Pfalz5,0 %22.500,00 €
Saarland6,5 %29.250,00 €
Sachsen5,5 %24.750,00 €
Sachsen-Anhalt5,0 %22.500,00 €
Schleswig-Holstein6,5 %29.250,00 €
Thüringen5,0 %22.500,00 €

Steuersätze nach den Landesgesetzen, Stand Oktober 2026. Beim Kauf vom Bauträger gehört das Gebäude regelmäßig zur Bemessungsgrundlage (einheitliches Vertragswerk). Keine Steuerberatung.

  1. Kaufpreis laut Kaufvertrag eintragen; beim Kauf vom Bauträger Grundstück und Gebäude zusammen.
  2. Bundesland wählen, in dem das Grundstück liegt.
  3. Optional den Wert mitverkaufter beweglicher Gegenstände eintragen, wenn er im Vertrag gesondert und angemessen ausgewiesen ist.
  4. Grunderwerbsteuer ablesen und in der Tabelle mit den anderen Bundesländern vergleichen.

Die Berechnung läuft nur in Ihrem Browser – es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen.

Die Grunderwerbsteuer berechnen Sie, indem Sie den Kaufpreis mit dem Steuersatz des Bundeslands multiplizieren, in dem das Grundstück liegt: 2026 zwischen 3,5 % in Bayern und 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Der Rechner zieht auf Wunsch den Wert mitverkaufter beweglicher Gegenstände ab und zeigt die Steuer für Ihren Kaufpreis in allen 16 Ländern zum Vergleich.

Grunderwerbsteuer berechnen: Formel

  • Bemessungsgrundlage = Kaufpreis − Wert beweglicher Gegenstände
  • Grunderwerbsteuer = Bemessungsgrundlage × Steuersatz des Bundeslands ÷ 100

Bemessungsgrundlage ist die Gegenleistung, beim Kauf also der Kaufpreis einschließlich übernommener Leistungen des Käufers (§ 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG). Bewegliche Gegenstände wie eine gebrauchte Einbauküche gehören nicht zum Grundstück; ihr Wert mindert die Bemessungsgrundlage, wenn er im Vertrag gesondert und realistisch angesetzt ist.

Grunderwerbsteuer 2026: Steuersätze aller Bundesländer

Steuersatz und Steuer bei 300.000 € und 450.000 € Kaufpreis (Stand Oktober 2026)
BundeslandSteuersatzbei 300.000 €bei 450.000 €
Baden-Württemberg5,0 %15.000 €22.500 €
Bayern3,5 %10.500 €15.750 €
Berlin6,0 %18.000 €27.000 €
Brandenburg6,5 %19.500 €29.250 €
Bremen5,5 %16.500 €24.750 €
Hamburg5,5 %16.500 €24.750 €
Hessen6,0 %18.000 €27.000 €
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %18.000 €27.000 €
Niedersachsen5,0 %15.000 €22.500 €
Nordrhein-Westfalen6,5 %19.500 €29.250 €
Rheinland-Pfalz5,0 %15.000 €22.500 €
Saarland6,5 %19.500 €29.250 €
Sachsen5,5 %16.500 €24.750 €
Sachsen-Anhalt5,0 %15.000 €22.500 €
Schleswig-Holstein6,5 %19.500 €29.250 €
Thüringen5,0 %15.000 €22.500 €

Das Gesetz nennt 3,5 % (§ 11 Abs. 1 GrEStG), die Länder dürfen den Satz aber selbst festlegen (Art. 105 Abs. 2a Satz 2 GG). Maßgeblich ist der Satz am Tag des Vertragsschlusses.

Beispielrechnung: Neubauwohnung vom Bauträger in NRW

Kaufpreis der Wohnung samt Stellplatz laut Bauträgervertrag 450.000 €, Grundstück in Nordrhein-Westfalen, keine beweglichen Gegenstände. Grunderwerbsteuer: 450.000 € × 6,5 % = 29.250 €. Dieselbe Wohnung in Bayern kostete 15.750 € Steuer, der Unterschied beträgt 13.500 €.

Grunderwerbsteuer beim Neubau und Bauträgerkauf

Wer vom Bauträger kauft, erwirbt Grundstück und noch zu errichtendes Gebäude in einem Vertrag. Steuerpflichtig ist deshalb der gesamte Kaufpreis, nicht nur der Grundstücksanteil. Dasselbe gilt nach ständiger Rechtsprechung des BFH, wenn Grundstückskauf und Bauvertrag zwar getrennt geschlossen werden, aber sachlich zusammengehören, etwa weil der Verkäufer das Grundstück nur mit einem bestimmten Haus anbietet (einheitliches Vertragswerk). Nur wer ein Grundstück kauft und den Bauunternehmer später frei wählt, zahlt die Steuer allein auf den Grundstückspreis. Mehr dazu im Beitrag Grunderwerbsteuer beim Neubau.

Wann die Steuer fällig wird

  • Steuerpflicht entsteht mit dem notariellen Kaufvertrag (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG); der Notar zeigt ihn dem Finanzamt an.
  • Fällig ist die Steuer einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids (§ 15 GrEStG).
  • Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die das Grundbuchamt den Käufer nicht als Eigentümer einträgt (§ 22 GrEStG).
  • Käufer und Verkäufer schulden die Steuer gesamtschuldnerisch (§ 13 GrEStG); im Vertrag übernimmt sie üblicherweise der Käufer.

Ausnahmen und typische Fehler

  • Steuerfrei sind Erwerbe bis 2.500 € (Freigrenze, § 3 Nr. 1 GrEStG), zwischen Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern (§ 3 Nr. 4) sowie zwischen Verwandten in gerader Linie (§ 3 Nr. 6).
  • Satz des Wohnorts statt des Grundstücks angesetzt: Es zählt allein die Lage des Grundstücks.
  • Beim Bauträgerkauf nur den Grundstücksanteil gerechnet: Steuer fällt auf den Gesamtpreis an.
  • Bewegliche Gegenstände überhöht angesetzt: Das Finanzamt prüft die Werte und kann sie korrigieren.
  • Steuer nicht in der Finanzierung eingeplant: Banken finanzieren Nebenkosten oft nicht mit, sie sind aus Eigenkapital zu zahlen.

Alle Erwerbsnebenkosten zusammen mit Notar und Grundbuch rechnet der Kaufnebenkosten-Rechner; die Zahlungen an den Bauträger zeigt der MaBV-Raten-Rechner.

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So hilft BauDock
Für Bauträger: Kaufvertrag, Baubeschreibung und Pläne fragen Käufer rund um Finanzierung und Grunderwerbsteuer oft mehrfach an. In BauDock liegen diese Unterlagen je Einheit in der Wohnungsmappe, die Käufer mit eigenem Zugang jederzeit abrufen.
Quellen
Fragen & Antworten

Fragen zum Grunderwerbsteuer-Rechner

Wie berechnet man die Grunderwerbsteuer?

Kaufpreis abzüglich des Werts mitverkaufter beweglicher Gegenstände mal Steuersatz des Bundeslands, in dem das Grundstück liegt. Bei 450.000 € in Nordrhein-Westfalen mit 6,5 % sind das 29.250 €.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026?

Zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein). Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen erheben 5,0 %, Bremen, Hamburg und Sachsen 5,5 %, Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern 6,0 %.

Wird beim Neubau vom Bauträger Grunderwerbsteuer auf das Haus fällig?

Ja. Beim Bauträgerkauf ist der gesamte Kaufpreis für Grundstück und Gebäude Bemessungsgrundlage. Nur beim reinen Grundstückskauf mit frei gewähltem Bauunternehmer fällt die Steuer allein auf das Grundstück an.

Kann man die Einbauküche von der Grunderwerbsteuer abziehen?

Ja, wenn die Küche als beweglicher Gegenstand im Kaufvertrag gesondert und mit einem angemessenen Wert ausgewiesen ist. Bei einer Neubauwohnung vom Bauträger ist das selten der Fall.

Wann muss die Grunderwerbsteuer bezahlt werden?

Einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids (§ 15 GrEStG). Erst danach erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Eintragung im Grundbuch.

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer, Käufer oder Verkäufer?

Gesetzlich schulden beide als Gesamtschuldner (§ 13 GrEStG). In fast allen Kaufverträgen übernimmt der Käufer die Steuer; zahlt er nicht, kann sich das Finanzamt an den Verkäufer halten.