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Due Diligence Checkliste Grundstück – kostenlos als Excel herunterladen

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Diese Due Diligence Checkliste für Grundstücke und Immobilien führt Bauträger und Projektentwickler strukturiert durch die Ankaufsprüfung: 38 Prüfpunkte in den Bereichen Recht, Planungsrecht, Technik, Umwelt und Wirtschaft. Je Punkt halten Sie Unterlage, Status, Risiko, Verantwortlichen, Frist und Ergebnis fest. Die Excel-Datei färbt Risiken als Ampel und zeigt den Fortschritt je Bereich.

Das steht in der Vorlage
  • Kopf: Grundstück / Adresse, Gemarkung, Flur, Flurstück, Grundstücksgröße, Verkäufer, geplante Nutzung, Ankaufsprüfung bis
  • Recht (8 Punkte): Grundbuch, Dienstbarkeiten, Baulasten, Vorkaufsrechte, Mietverträge, Nachbarvereinbarungen, Rechtsstreitigkeiten, Denkmalschutz
  • Planungsrecht (8 Punkte): Bebauungsplan bzw. § 34 / § 35 BauGB, Maß der Nutzung, Satzungen, Erschließung, Beiträge, Bauvoranfrage, Abstandsflächen
  • Technik (7 Punkte): Baugrund, Bestandsgebäude, Schadstoffe, Abbruch, Vermessung, Leitungen und Kampfmittel, Hochwasser und Hanglage
  • Umwelt (6 Punkte): Altlasten, Bodenbelastung, Artenschutz, Ausgleich, Immissionen, Schutzgebiete
  • Wirtschaft (9 Punkte): Kaufpreis, Erwerbsnebenkosten, Baukosten, Erlöse, Markt, Rendite, Zeitplan, Steuern, Vertrieb und Sicherheiten
  • Spalten je Punkt: Unterlage / Quelle, Status, Risiko, Verantwortlich, Frist, Ergebnis / Bemerkung; Feld für Gesamtergebnis und Freigabe
Das nimmt sie Ihnen ab
  • Status (offen, angefordert, liegt vor, geprüft, kritisch) und Risiko (gering, mittel, hoch) als Auswahllisten
  • Ampelfarben für Risiko und Status, überschrittene Fristen nicht geprüfter Punkte rot
  • Auswertung je Bereich und gesamt: Prüfpunkte, offen, geprüft, kritisch, Risiko hoch
  • Fortschritt je Bereich in Prozent mit Datenbalken
  • Filter in der Kopfzeile, Trennlinien zwischen den Bereichen, Kopfzeile beim Drucken wiederholt

So füllen Sie die Vorlage aus

  1. 1
    Grundstück erfassen
    Tragen Sie Adresse, Flurstück, Größe, Verkäufer und die geplante Nutzung ein sowie das Datum, bis wann die Prüfung abgeschlossen sein muss.
  2. 2
    Unterlagen anfordern
    Fordern Sie Grundbuchauszug, Baulastenauskunft, Bebauungsplan, Altlastenauskunft und Mietverträge an und setzen Sie den Status auf „angefordert“.
  3. 3
    Verantwortliche und Fristen festlegen
    Ordnen Sie jedem Punkt eine Person oder einen Gutachter zu und vereinbaren Sie Fristen, die vor dem Notartermin liegen.
  4. 4
    Prüfen und bewerten
    Halten Sie das Ergebnis je Punkt fest und bewerten Sie das Risiko. Kritische Punkte markieren Sie mit „kritisch“.
  5. 5
    Ergebnis festhalten
    Fassen Sie das Gesamtergebnis zusammen: Ankauf empfohlen, mit Auflagen oder nicht empfohlen, und lassen Sie es freigeben.

Was ist eine Due Diligence beim Grundstückskauf?

Due Diligence bedeutet „gebotene Sorgfalt“ und meint die systematische Prüfung eines Grundstücks oder einer Immobilie vor dem Kauf. Für Bauträger und Projektentwickler entscheidet sie, ob sich das geplante Projekt auf dem Grundstück genehmigen, bauen und mit Gewinn verkaufen lässt. Da beim Grundstückskauf die Gewährleistung im notariellen Vertrag meist weitgehend ausgeschlossen wird, trägt der Käufer die Risiken, die er vor der Beurkundung nicht erkennt. Ausführlich erklärt das der Artikel Due Diligence Grundstück.

Due Diligence Checkliste Immobilien: die fünf Prüfbereiche

BereichWichtige QuellenTypische Risiken
RechtGrundbuch, Baulastenverzeichnis, MietverträgeWegerechte, Vorkaufsrecht, nicht kündbare Mieter
PlanungsrechtBebauungsplan, Bauamt, BauvoranfrageGeringere Ausnutzung als kalkuliert, Veränderungssperre
TechnikBaugrundgutachten, Schadstoffgutachten, SpartenauskunftTeure Gründung, Asbest, Kampfmittel
UmweltAltlastenkataster, ArtenschutzgutachtenEntsorgungskosten, Bauzeitbeschränkungen
WirtschaftBodenrichtwert, Kostenschätzung, MarktanalyseMarge zu knapp, Finanzierung nicht gesichert

Rechtsgrundlagen der Grundstücksprüfung

  • Grundbuch: Einsicht bei berechtigtem Interesse (§ 12 GBO); Abteilung I Eigentümer, Abteilung II Lasten und Beschränkungen, Abteilung III Grundpfandrechte.
  • Baulasten: stehen nicht im Grundbuch, sondern im Baulastenverzeichnis der Bauaufsicht. In Bayern gibt es kein Baulastenverzeichnis; dort sichern Dienstbarkeiten vergleichbare Pflichten.
  • Planungsrecht: Bebauungsplan (§ 30 BauGB), Innenbereich (§ 34 BauGB) oder Außenbereich (§ 35 BauGB); Maß der Nutzung nach §§ 16 ff. BauNVO.
  • Vorkaufsrecht der Gemeinde: §§ 24 ff. BauGB; der Notar holt vor der Eigentumsumschreibung eine Erklärung der Gemeinde ein.
  • Altlasten: Für die Sanierung haftet nach § 4 Abs. 3 BBodSchG auch der Eigentümer, unabhängig davon, wer die Verunreinigung verursacht hat.
  • Beurkundung: Der Grundstückskaufvertrag bedarf der notariellen Beurkundung (§ 311b Abs. 1 BGB).

Erwerbsnebenkosten richtig ansetzen

Zum Kaufpreis kommen Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (zusammen rund 1,5 bis 2 %) und gegebenenfalls Maklerprovision. Die Grunderwerbsteuer rechnen Sie mit dem Grunderwerbsteuer-Rechner, die Baukosten auf Grundlage der Kostengruppen nach DIN 276. Ob sich das Projekt rechnet, prüfen Sie anschließend mit der Bauträgerkalkulation Vorlage.

So arbeiten Sie mit der Checkliste

Jeder Prüfpunkt bekommt eine Quelle, einen Status und eine Risikobewertung. „Kritisch“ bedeutet, dass der Punkt den Ankauf infrage stellt oder vertraglich abgesichert werden muss. Die Auswertung je Bereich zeigt, wie viele Punkte noch offen, geprüft oder kritisch sind, und den Fortschritt in Prozent. So sehen Sie vor dem Notartermin auf einen Blick, ob die Prüfung vollständig ist. Legen Sie die Fristen so, dass zwischen dem letzten Gutachten und der Beurkundung noch Zeit für Verhandlungen bleibt.

  • Vor dem Kaufangebot: Planungsrecht, Bodenrichtwert und grobe Wirtschaftlichkeit.
  • Vor der Beurkundung: Grundbuch, Baulasten, Baugrund, Altlasten, Verträge und Kostenschätzung.
  • Im Kaufvertrag: offene Risiken über Rücktrittsrechte, Kaufpreisanpassung oder Freistellung regeln.

Typische Fehler bei der Ankaufsprüfung

  • Bebaubarkeit nur aus dem Exposé übernommen statt beim Bauamt geprüft.
  • Baulastenverzeichnis nicht eingesehen, weil das Grundbuch „sauber“ ist.
  • Kein Baugrundgutachten vor dem Kauf; Grundwasser oder schlechter Baugrund verteuern die Gründung erheblich.
  • Entsorgung von belastetem Aushub nicht kalkuliert.
  • Artenschutz übersehen; Fällungen und Abbruch sind dann nur in bestimmten Zeiträumen möglich.
  • Kritische Punkte nicht im Kaufvertrag abgesichert, etwa durch Rücktrittsrecht, Kaufpreisanpassung oder Freistellung.
⚠️ Keine Rechtsberatung
Die Checkliste ist ein Arbeitsmittel ohne Gewähr. Rechtliche, steuerliche und technische Fragen klären Sie mit Notar, Rechtsanwalt, Steuerberatung und Gutachtern.
Due Diligence Grundstück kostenlos herunterladen
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Fragen & Antworten

Fragen zur Vorlage Due Diligence Grundstück

Was gehört in eine Due Diligence Checkliste für ein Grundstück?

Prüfpunkte zu Recht (Grundbuch, Baulasten, Verträge), Planungsrecht (Bebaubarkeit, Erschließung), Technik (Baugrund, Bestand, Schadstoffe), Umwelt (Altlasten, Artenschutz) und Wirtschaft (Kaufpreis, Kosten, Erlöse, Rendite).

Wer führt die Due Diligence durch?

Der Käufer, meist mit einem Team aus Projektentwicklung, Architekt, Rechtsanwalt oder Notar, Steuerberatung und Gutachtern für Baugrund, Altlasten und Schadstoffe.

Wie lange dauert eine Due Diligence beim Grundstückskauf?

Für ein einzelnes Baugrundstück oft zwei bis sechs Wochen, abhängig davon, wie schnell Behörden und Gutachter liefern. Bei Bestandsobjekten mit vielen Mietverträgen dauert es länger.

Was ist der Unterschied zwischen Grundbuch und Baulastenverzeichnis?

Das Grundbuch beim Amtsgericht zeigt Eigentum und private Rechte wie Dienstbarkeiten. Das Baulastenverzeichnis bei der Bauaufsicht enthält öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, etwa zu Abstandsflächen oder Zufahrten. Beide müssen eingesehen werden.

Ist die Due Diligence Checkliste kostenlos?

Ja. Die Excel-Datei können Sie kostenlos und ohne Anmeldung herunterladen und um eigene Prüfpunkte ergänzen.