Kostenlose Vorlage · Abrechnung

Stundenverrechnungssatz Kalkulation – kostenlos als Excel herunterladen

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Mit dieser Excel-Kalkulation berechnen Sie den Stundenverrechnungssatz Ihres Handwerksbetriebs Schritt für Schritt: vom Bruttojahreslohn über Lohnnebenkosten und produktive Stunden bis zu Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn. Alle Beispielwerte lassen sich durch Ihre Zahlen aus Lohnbuchhaltung und BWA ersetzen, die Formeln rechnen den Satz netto und brutto neu. So sehen Sie, welchen Stundensatz Sie mindestens verlangen müssen.

Das steht in der Vorlage
  • Kopf: Betrieb, Stand / Kalkulationsjahr
  • 1. Lohnkosten je Mitarbeiter: Bruttojahreslohn und fünf Lohnnebenkosten-Posten (Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Umlagen, Sozialkassen, Sonstiges)
  • 2. Produktive Stunden: Arbeitstage, Abzüge für Urlaub, Feiertage, Krankheit und Schulung, Stunden je Tag, Anteil verrechenbarer Stunden
  • 3. Gemeinkosten des Betriebs: zehn Kostenarten von Büro und Unternehmerlohn bis Fahrzeuge, Versicherungen und Beratung, Zahl der produktiven Mitarbeiter
  • 4. Stundenverrechnungssatz: Selbstkosten je Stunde, Wagnis und Gewinn, Satz netto und brutto
  • Erläuterungsspalte mit üblichen Bandbreiten zu jeder Position
Das nimmt sie Ihnen ab
  • Die ganze Kette rechnet automatisch: Personalkosten, produktive Stunden, Lohnkosten und Gemeinkosten je produktiver Stunde
  • Gemeinkostenzuschlag auf den Lohn als Kontrollwert
  • Stundenverrechnungssatz netto, Umsatzsteuer und brutto sowie netto aufgerundet auf 0,50 €
  • Nötiger Lohnumsatz im Jahr bei diesem Satz
  • Realistische Beispielwerte in gelben Feldern zum Überschreiben

So füllen Sie die Vorlage aus

  1. 1
    Lohn eintragen
    Tragen Sie den durchschnittlichen Bruttojahreslohn eines gewerblichen Mitarbeiters ein, einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
  2. 2
    Lohnnebenkosten prüfen
    Passen Sie Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft und Umlagen an Ihre Werte an. Im Bauhauptgewerbe kommen die Sozialkassen dazu.
  3. 3
    Produktive Stunden ermitteln
    Ziehen Sie Urlaub, Feiertage, Krankheit und Schulung ab und schätzen Sie ehrlich, welcher Anteil der Anwesenheit beim Kunden abgerechnet wird.
  4. 4
    Gemeinkosten aus der BWA übernehmen
    Tragen Sie die Jahreskosten für Büro, Fahrzeuge, Miete, Versicherungen und Beratung ein und die Zahl der produktiven Mitarbeiter.
  5. 5
    Wagnis und Gewinn festlegen
    Setzen Sie Zuschläge für Wagnis und Gewinn. Der Stundenverrechnungssatz netto ist der Preis je Stunde für Angebote und Rechnungen.

Stundenverrechnungssatz berechnen mit Excel

Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den ein Handwerksbetrieb je Arbeitsstunde eines Mitarbeiters berechnet. Er muss nicht nur den Lohn decken, sondern auch Lohnnebenkosten, nicht verrechenbare Zeiten, alle Gemeinkosten des Betriebs sowie Wagnis und Gewinn. Viele Betriebe setzen ihn zu niedrig an, weil sie nur auf den Stundenlohn schauen. Die Kalkulation Handwerk in Excel macht sichtbar, wie aus einem Jahreslohn von 46.800 € ein Verrechnungssatz von über 70 € netto je Stunde wird. Die Methode erklärt der Artikel Stundenverrechnungssatz im Handwerk berechnen; für eine schnelle Rechnung gibt es den Stundenverrechnungssatz-Rechner.

Das Rechenschema in vier Stufen

Beispielrechnung der Vorlage (5 produktive Mitarbeiter)
StufeRechnungErgebnis
Personalkosten je Mitarbeiter46.800 € Jahreslohn × (1 + 29,5 % Lohnnebenkosten)60.606 € / Jahr
Produktive Stunden207 Anwesenheitstage × 8 h × 85 %1.407,6 h / Jahr
Lohnkosten je Stunde60.606 € ÷ 1.407,6 h43,06 € / h
Gemeinkosten je Stunde160.000 € ÷ (1.407,6 h × 5)22,73 € / h
Selbstkosten je Stunde43,06 € + 22,73 €65,79 € / h
Verrechnungssatz netto65,79 € × (1 + 3 % Wagnis + 8 % Gewinn)73,03 € / h
Verrechnungssatz brutto73,03 € × 1,1986,90 € / h

Die Werte sind Beispiele. Lohnnebenkosten liegen je nach Gewerk und Tarif meist zwischen 25 und 35 %, im Bauhauptgewerbe mit Sozialkassen (SOKA-Bau) deutlich höher. Der Anteil verrechenbarer Stunden liegt in der Praxis oft zwischen 75 und 90 %, weil Rüst-, Lager- und Fahrzeiten nicht voll abgerechnet werden können.

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So hilft BauDock
Den Anteil verrechenbarer Stunden müssen Sie nicht schätzen: Mit der Zeiterfassung von BauDock stempeln Mitarbeiter auf Projekte oder Aufträge, so sehen Sie, wie viele Stunden tatsächlich auf Baustellen anfallen. Den kalkulierten Satz nutzen Sie dann in Ihren Angeboten mit Kalkulation je Position.

Gemeinkosten richtig verteilen

Gemeinkosten sind alle Kosten, die keiner einzelnen Baustelle direkt zugeordnet werden: Büro- und Meistergehälter, Miete, Fahrzeuge, Werkzeuge, Versicherungen, Software, Werbung und Beratung. Sie werden auf die produktiven Stunden des ganzen Betriebs verteilt. Arbeitet der Inhaber selbst auf der Baustelle, zählt er bei den produktiven Mitarbeitern mit; nur der nicht produktive Anteil seines kalkulatorischen Unternehmerlohns gehört in die Gemeinkosten.

Rechtlicher und steuerlicher Rahmen

  • Preisangaben: Gegenüber Privatkunden müssen Preise einschließlich Umsatzsteuer angegeben werden (§ 3 Preisangabenverordnung). Nennen Sie deshalb den Bruttosatz.
  • Mindestlohn: Der kalkulierte Lohn darf den gesetzlichen Mindestlohn und tarifliche Branchenmindestlöhne nicht unterschreiten (MiLoG, AEntG).
  • § 35a EStG: Lohnkosten sind für Privatkunden steuerlich begünstigt, wenn sie in der Rechnung getrennt ausgewiesen werden.
  • Stundenlohnarbeiten nach VOB/B: Sie werden nur vergütet, wenn sie vor Beginn ausdrücklich vereinbart sind (§ 2 Abs. 10 VOB/B), und sind vorher anzuzeigen (§ 15 Abs. 3 VOB/B).

Typische Fehler bei der Kalkulation im Handwerk

  • Mit Anwesenheitsstunden statt produktiven Stunden gerechnet; der Satz fällt dann viel zu niedrig aus.
  • Unternehmerlohn vergessen; der Inhaber arbeitet faktisch ohne Gehalt.
  • Gemeinkosten aus dem Vorjahr nicht an Preissteigerungen angepasst.
  • Krankheitstage und Schulungen nicht abgezogen.
  • Wagnis und Gewinn weggelassen, um konkurrenzfähig zu sein; Rücklagen für Gewährleistung und schlechte Monate fehlen dann.
  • Fahrzeit nicht geregelt; sie wird entweder als Wegegeld pauschal oder im Verrechnungssatz berücksichtigt.
💡 Einmal im Jahr neu rechnen
Aktualisieren Sie die Kalkulation nach jeder Tariferhöhung und mit der Jahres-BWA. Den Satz netto übernehmen Sie dann in Ihr Angebot Muster und den Regiebericht.
Stundenverrechnungssatz kostenlos herunterladen
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Fragen & Antworten

Fragen zur Vorlage Stundenverrechnungssatz

Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz im Handwerk?

Personalkosten je Mitarbeiter durch die produktiven Stunden teilen, Gemeinkosten des Betriebs durch die produktiven Stunden aller Mitarbeiter teilen, beide Werte addieren und Zuschläge für Wagnis und Gewinn aufschlagen. Die Excel-Vorlage rechnet diese Kette automatisch.

Wie hoch ist ein üblicher Stundenverrechnungssatz?

Das hängt stark von Gewerk, Region und Betriebsgröße ab. In vielen Ausbaugewerken liegen kalkulierte Sätze 2026 grob zwischen 60 und 90 € netto. Entscheidend ist nicht der Marktdurchschnitt, sondern Ihre eigene Kostenstruktur.

Was sind produktive Stunden?

Produktive Stunden sind die Stunden, die einem Kunden tatsächlich in Rechnung gestellt werden können. Sie ergeben sich aus den Anwesenheitsstunden abzüglich Rüst-, Lager-, Fahr- und Aufräumzeiten.

Gehört das Material in den Stundenverrechnungssatz?

Nein. Material wird gesondert mit einem Materialzuschlag kalkuliert. Der Stundenverrechnungssatz deckt nur Lohn, Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn.

Ist die Kalkulation Stundenverrechnungssatz kostenlos?

Ja. Die Excel-Vorlage können Sie kostenlos und ohne Anmeldung herunterladen und mit Ihren eigenen Zahlen füllen.