Personaleinsatzplan: Wochenplan für Mitarbeiter auf der Baustelle
Im Handwerk entscheidet die Einsatzplanung darüber, ob Baustellen pünktlich fertig werden und Monteure produktiv arbeiten. Ein Wochenplan beantwortet drei Fragen: Wer ist wann wo, wie viele Stunden fließen in welche Baustelle, und wer fährt mit welchem Fahrzeug. Grundsätze der Planung, etwa feste Kolonnen und Puffer für Kundendienst, beschreibt der Artikel Einsatzplanung im Handwerk.
Beispiel aus der Vorlage
Ein Elektrobetrieb plant acht Mitarbeiter in KW 45 auf drei Baustellen. Meister und ein Geselle arbeiten von Montag bis Donnerstag je 9 Stunden und freitags 6 Stunden am Mehrfamilienhaus, zusammen 42 Stunden bei 40 Soll-Stunden; die Vorlage zeigt +2,0 orange. Der Auszubildende ist mittwochs in der Berufsschule, ein Helfer im Urlaub, ein Geselle montags krank. Die Auswertung je Baustelle zeigt, dass am Mehrfamilienhaus dienstags bis donnerstags vier Personen arbeiten, an der Kita dagegen an jedem Tag nur ein Monteur.
Arbeitszeitgesetz und Arbeitszeiterfassung
| Regel | Inhalt | Fundstelle |
|---|---|---|
| Höchstarbeitszeit | 8 Stunden werktäglich, bis 10 Stunden mit Ausgleich auf Ø 8 Stunden in 6 Monaten | § 3 ArbZG |
| Ruhepausen | 30 Minuten bei mehr als 6 Stunden, 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden | § 4 ArbZG |
| Ruhezeit | mindestens 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen | § 5 ArbZG |
| Sonn- und Feiertage | grundsätzlich Beschäftigungsverbot | § 9 ArbZG |
| Aufzeichnung | Arbeitszeit über 8 Stunden werktäglich aufzeichnen | § 16 Abs. 2 ArbZG |
Da der Samstag ein Werktag ist, ergeben sechs Tage zu je 8 Stunden die rechnerische Wochenhöchstgrenze von 48 Stunden, die die Vorlage prüft. Für Jugendliche und Auszubildende unter 18 gelten strengere Grenzen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13.09.2022 (1 ABR 22/21) müssen Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch erfassen. Ein Einsatzplan zeigt nur die geplanten Stunden; für Lohn und Nachweis zählt die tatsächliche Arbeitszeit, zum Beispiel aus dem Stundenzettel.
Stammdaten, Fahrzeuge und Baustellen
Baustellen und Fahrzeuge pflegen Sie einmal im Blatt „Stammdaten“: Kurzname, Adresse, Bauleitung oder Ansprechpartner, Telefon und Arbeitsbeginn je Baustelle sowie Kennzeichen und Sitzplätze je Fahrzeug. Im Wochenplan stehen sie dann als Auswahlliste bereit, sodass Schreibweisen einheitlich bleiben und die Auswertung je Baustelle stimmt. Die festen Einträge Werkstatt / Lager, Urlaub, krank, Berufsschule und frei / Zeitausgleich sind bereits angelegt; nur Werkstatt / Lager zählt als Einsatz. Die Fahrzeugübersicht zeigt, wie viele Mitarbeiter je Fahrzeug eingeteilt sind, und warnt, wenn die Sitzplätze nicht reichen. Drucken Sie den Plan im Querformat aus oder geben Sie ihn als Datei weiter, damit jeder Monteur Adresse und Arbeitsbeginn kennt.
Typische Fehler im Wochenplan
- Urlaub und Berufsschule nicht eingetragen, sodass Baustellen auf dem Papier besetzt sind.
- Fahrzeit zwischen Betrieb und Baustelle nicht eingeplant.
- Mehr Mitarbeiter in ein Fahrzeug eingeteilt, als es Sitzplätze hat.
- Geplante Stunden als Arbeitszeitnachweis verwendet.
- Plan nach Änderungen nicht neu verteilt, sodass das Team mit altem Stand losfährt.

