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Kostenberechnung nach DIN 276 Vorlage – kostenlos als Excel herunterladen

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Diese Vorlage für die Kostenberechnung nach DIN 276 gliedert die Kosten eines Bauvorhabens in die Kostengruppen 100 bis 800 bis zur 2. Ebene und rechnet Summen, Umsatzsteuer und Kennwerte je m² automatisch. Sie eignet sich für Architekten, Projektentwickler und Bauträger – für die Kostenschätzung ebenso wie für die Kostenberechnung. Zum Ausdrucken ist das Seitenlayout direkt in Excel auf A4 eingerichtet.

Das steht in der Vorlage
  • Kopf: Projekt, Kostenstufe, Stand, BGF in m², Wohnfläche in m², Preisstand, aufgestellt von
  • Alle Kostengruppen der 1. Ebene (100 Grundstück bis 800 Finanzierung) mit den Kostengruppen der 2. Ebene
  • Je Kostengruppe Menge, Einheit, Kosten je Einheit und Kosten netto
  • Summe netto, Umsatzsteuer 19 %, Summe brutto
  • Hinweis zur Gliederung nach DIN 276:2018-12
Das nimmt sie Ihnen ab
  • Kosten je Kostengruppe der 2. Ebene = Menge × € je Einheit
  • Summen der 1. Ebene und Gesamtkosten netto (KG 100–800) automatisch
  • Anteil jeder Kostengruppe an den Gesamtkosten in Prozent
  • Umsatzsteuersatz änderbar, Gesamtkosten brutto
  • Bauwerkskosten KG 300 + 400 sowie Kennwerte je m² BGF und je m² Wohnfläche
  • Auswahlliste für die Kostenstufe (Kostenrahmen bis Kostenfeststellung), Spalte für Bemerkungen

So füllen Sie die Vorlage aus

  1. 1
    Flächen eintragen
    Brutto-Grundfläche (BGF) und Wohnfläche eintragen, damit die Kennwerte je m² berechnet werden.
  2. 2
    Kostenstufe wählen
    In der Auswahlliste festlegen, ob es sich um Kostenschätzung, Kostenberechnung oder eine andere Stufe handelt, und den Stand datieren.
  3. 3
    Mengen und Kostenkennwerte
    Je Kostengruppe Menge, Einheit und Kosten je Einheit eintragen, etwa m² Außenwandfläche mal €/m². Pauschalen als Menge 1 mit Einheit „psch“.
  4. 4
    Summen prüfen
    Anteile der Kostengruppen und die Kennwerte je m² mit Vergleichsprojekten oder Kostenkennwerten abgleichen.
  5. 5
    Fortschreiben
    Datei je Kostenstufe kopieren und mit neuem Stand fortschreiben, damit Abweichungen nachvollziehbar bleiben.

DIN 276: Kostenschätzung und Kostenberechnung im Überblick

Die DIN 276 „Kosten im Bauwesen“ (aktuelle Ausgabe 2018-12) regelt, wie Kosten im Hochbau ermittelt und gegliedert werden. Sie kennt fünf Stufen der Kostenermittlung, die mit dem Planungsfortschritt genauer werden. Die Unterschiede zwischen den Stufen erklärt das Lexikon unter Kostenschätzung und Kostenberechnung.

Stufen der Kostenermittlung nach DIN 276
StufeZeitpunkt (HOAI)Gliederungstiefe mindestens
KostenrahmenLeistungsphase 1, GrundlagenermittlungGesamtkosten, Bauwerkskosten gesondert
KostenschätzungLeistungsphase 2, Vorplanung1. Ebene
KostenberechnungLeistungsphase 3, Entwurfsplanung2. Ebene
KostenanschlagLeistungsphase 6 / 7, Vergabe3. Ebene bzw. nach Vergabeeinheiten
KostenfeststellungLeistungsphase 8, nach Fertigstellung2. Ebene

Kostengruppen DIN 276 in Excel

Die Vorlage enthält alle Kostengruppen der 1. und 2. Ebene. Die vollständige Liste mit Erläuterungen finden Sie im Artikel Kostengruppen DIN 276.

KGBezeichnungBeispiele 2. Ebene
100GrundstückGrundstückswert, Grundstücksnebenkosten
200Vorbereitende MaßnahmenHerrichten, Erschließung
300Bauwerk – BaukonstruktionenGründung, Außenwände, Decken, Dächer
400Bauwerk – Technische AnlagenSanitär, Heizung, Lüftung, Elektro, Aufzüge
500Außenanlagen und FreiflächenWege, Vegetationsflächen, Einbauten
600Ausstattung und KunstwerkeAllgemeine und besondere Ausstattung
700BaunebenkostenObjektplanung, Fachplanung, Bauherrenaufgaben
800FinanzierungFinanzierungsnebenkosten, Zinsen

Kennwerte je m²: Kosten plausibilisieren

Die Vorlage rechnet die Bauwerkskosten (KG 300 + 400) je m² BGF und je m² Wohnfläche. Diese Kennwerte vergleichen Sie mit eigenen abgerechneten Projekten oder veröffentlichten Kostenkennwerten, etwa des Baukosteninformationszentrums (BKI). Liegt Ihr Wert deutlich außerhalb der Spanne vergleichbarer Gebäude, prüfen Sie Mengen und Einheitskosten.

Kostenberechnung und Honorar nach HOAI

Die Kostenberechnung ist nach § 6 Abs. 1 HOAI die Grundlage für die anrechenbaren Kosten und damit für das Honorar der Objekt- und Fachplanung, soweit die Parteien die HOAI-Systematik vereinbaren. Welche Kosten anrechenbar sind, regeln die Paragrafen der jeweiligen Leistungsbilder. Den Honorarrahmen ermitteln Sie mit dem HOAI-Rechner.

Typische Fehler bei der Kostenberechnung

  • Baunebenkosten (KG 700) vergessen oder zu niedrig angesetzt; sie machen oft einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten aus.
  • Netto und brutto vermischt – die Vorlage führt durchgehend netto und rechnet die Umsatzsteuer am Ende.
  • Preisstand nicht angegeben, Baupreissteigerung bis zur Vergabe nicht berücksichtigt.
  • Kennwerte aus Vergleichsobjekten ohne Anpassung an Standard, Region und Gebäudegröße übernommen.
  • Kostenberechnung nicht fortgeschrieben, sodass Abweichungen zum Kostenanschlag nicht erklärbar sind.
ℹ️ Normtext
Die Vorlage gibt die Gliederung der DIN 276 wieder, ersetzt aber nicht die Norm selbst. Den vollständigen Normtext mit Begriffen und Erläuterungen erhalten Sie bei DIN Media (früher Beuth Verlag).

Beispiel: Kostenberechnung für ein Mehrfamilienhaus

Die Vorlage ist mit 1.800 m² BGF und 1.350 m² Wohnfläche vorbelegt. Eine vereinfachte Rechnung für die Außenwände zeigt das Prinzip der 2. Ebene:

KGMengeEinheit€ je Einheit (Beispiel)Kosten netto
330 Außenwände1.250m² Außenwandfläche420 €525.000 €
340 Innenwände1.900m² Innenwandfläche190 €361.000 €
350 Decken1.600m² Deckenfläche260 €416.000 €

Die Werte sind reine Rechenbeispiele, keine Kostenkennwerte. Die Mengen ermitteln Sie aus den Entwurfsplänen, die Kosten je Einheit aus eigenen Projekten, Angeboten oder Kennwertsammlungen. Je Kostengruppe der 2. Ebene sollte die Einheit zur Bezugsgröße passen, etwa m² Außenwandfläche für KG 330.

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So hilft BauDock
Die Mengen für die Kostenberechnung ermitteln Sie in BauDock direkt aus dem Plan: Flächen und Längen messen Sie im PDF-Grundriss, die Massenermittlung leitet daraus Mengen je Bauteil ab und ordnet sie den Kostengruppen nach DIN 276 zu.

Fortschreibung bis zur Vergabe

In der Vergabe werden die Kosten nach Vergabeeinheiten fortgeschrieben, Grundlage sind die Leistungsverzeichnisse und die eingegangenen Angebote. Vergleichen Sie jeden Auftrag mit dem Budget der Kostenberechnung, damit Überschreitungen früh auffallen.

Kostenberechnung DIN 276 kostenlos herunterladen
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Fragen & Antworten

Fragen zur Vorlage Kostenberechnung DIN 276

Was ist der Unterschied zwischen Kostenschätzung und Kostenberechnung?

Die Kostenschätzung entsteht in der Vorplanung und gliedert mindestens bis zur 1. Ebene der DIN 276. Die Kostenberechnung entsteht in der Entwurfsplanung und gliedert mindestens bis zur 2. Ebene, auf Grundlage genauerer Mengen.

Wie erstelle ich eine Kostenberechnung nach DIN 276 in Excel?

Tragen Sie je Kostengruppe der 2. Ebene Menge, Einheit und Kosten je Einheit ein. Diese Vorlage summiert die Kostengruppen, rechnet Umsatzsteuer, Anteile und Kennwerte je m² BGF und Wohnfläche automatisch.

Welche Kostengruppen gibt es nach DIN 276?

Acht Kostengruppen der 1. Ebene: 100 Grundstück, 200 Vorbereitende Maßnahmen, 300 Baukonstruktionen, 400 Technische Anlagen, 500 Außenanlagen und Freiflächen, 600 Ausstattung und Kunstwerke, 700 Baunebenkosten, 800 Finanzierung.

Ist die Vorlage für die DIN 276 von 2018?

Ja. Die Gliederung entspricht der DIN 276:2018-12 mit den Kostengruppen 100 bis 800 und ihrer 2. Ebene.

Was sind die Bauwerkskosten?

Bauwerkskosten sind die Summe der Kostengruppen 300 (Baukonstruktionen) und 400 (Technische Anlagen). Auf sie beziehen sich die üblichen Kostenkennwerte je m² BGF.