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Formblatt 221 und 223 Vorlage – kostenlos als Excel herunterladen

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Diese Excel-Vorlage zum Formblatt 221 und 223 ist eine Kalkulationshilfe für die Preisermittlung bei öffentlichen Ausschreibungen: Sie rechnet aus Mittellohn und Zuschlägen den Verrechnungslohn und daraus die aufgegliederten Einheitspreise. Sie ist für Bau- und Handwerksbetriebe gedacht, die bei Vergaben nach VOB/A die Preisblätter ausfüllen müssen. Für die Abgabe verwenden Sie das amtliche Formblatt der Vergabestelle.

Das steht in der Vorlage
  • Kopf: Bieter, Vergabenummer, Baumaßnahme, Leistung / Gewerk, Datum
  • Abschnitt 1 Verrechnungslohn: Mittellohn, lohngebundene Kosten, Lohnnebenkosten, Kalkulationslohn, Zuschlag, Verrechnungslohn
  • Abschnitt 2 Zuschläge auf die Einzelkosten: BGK, AGK, Wagnis und Gewinn je Kostenart (Lohn, Stoffe, Geräte, Sonstiges, Nachunternehmer)
  • Abschnitt 3 Aufgliederung der Einheitspreise (wie Formblatt 223): OZ, Kurzbezeichnung, Mengeneinheit, Zeitansatz, Lohn, Stoffe, Geräte, Sonstiges, EP
  • Hinweis zur Verwendung als Kalkulationshilfe
Das nimmt sie Ihnen ab
  • Blatt „221 Zuschlagskalkulation“: Kalkulationslohn und Verrechnungslohn werden aus Mittellohn, Sozialkosten in % und Lohnnebenkosten berechnet
  • Gesamtzuschlag je Kostenart aus BGK + AGK + Wagnis + Gewinn
  • Blatt „223 Einheitspreise“: Lohn je ME = Zeitansatz × Verrechnungslohn, Stoffe / Geräte / Sonstiges mit Zuschlag, EP auf zwei Nachkommastellen gerundet
  • Einzelkosten der Teilleistungen je Kostenart (Menge × Teilkosten) werden summiert und als Angebotssumme mit Zuschlägen ins Blatt 221 übernommen
  • Beispielwerte (zwei Positionen) zum Überschreiben, gelbe Felder sind Eingaben

So füllen Sie die Vorlage aus

  1. 1
    Mittellohn ermitteln
    Durchschnittlichen Stundenlohn der eingesetzten Kolonne einschließlich Zulagen und erwarteter Lohnerhöhungen eintragen.
  2. 2
    Lohnzusatzkosten ansetzen
    Sozialkosten in Prozent vom Mittellohn und Lohnnebenkosten wie Auslösungen oder Fahrgeld je Stunde eintragen.
  3. 3
    Zuschläge festlegen
    Je Kostenart die Prozentsätze für Baustellengemeinkosten, Allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn aus Ihrer Betriebsabrechnung einsetzen.
  4. 4
    Positionen aufgliedern
    Im Blatt 223 je LV-Position Menge, Zeitansatz und Einzelkosten für Stoffe, Geräte und Sonstiges eintragen. EP und Angebotssumme rechnen sich.
  5. 5
    Ins amtliche Formblatt übertragen
    Die Werte in das Formblatt übernehmen, das die Vergabestelle mit den Vergabeunterlagen versendet, und mit dem Angebot abgeben.

Was sind Formblatt 221, 222 und 223?

Die Formblätter stammen aus dem Vergabe- und Vertragshandbuch für die Baumaßnahmen des Bundes (VHB Bund) und werden auch von Ländern und Kommunen verwendet. Früher hießen sie „EFB-Preis“. Mit ihnen legt der Bieter offen, wie er seine Preise ermittelt hat. Die Vergabestelle prüft damit, ob ein Angebot auskömmlich kalkuliert ist oder ein ungewöhnlich niedriger Preis vorliegt (§ 16d VOB/A).

FormblattInhaltFür wen
221Preisermittlung bei Zuschlagskalkulation: Verrechnungslohn und Zuschläge auf die EinzelkostenBetriebe, die mit Zuschlägen auf Einzelkosten kalkulieren
222Preisermittlung bei Kalkulation über die EndsummeBetriebe, die Gemeinkosten über die Angebotsendsumme umlegen
223Aufgliederung der Einheitspreise in Lohn, Stoffe, Geräte, Sonstigeszusätzlich, meist für ausgewählte Positionen

Diese Vorlage bildet 221 und 223 ab. Wer über die Endsumme kalkuliert, nutzt Formblatt 222 der Vergabestelle.

Formblatt 221: Verrechnungslohn Schritt für Schritt

Rechenweg mit den Beispielwerten der Vorlage
ZeileBerechnungBeispiel
1.1 Mittellohn MLEingabe28,50 €/h
1.2 Lohngebundene Kosten85 % von ML24,23 €/h
1.3 LohnnebenkostenEingabe1,50 €/h
1.4 Kalkulationslohn KL1.1 + 1.2 + 1.354,23 €/h
1.5 Zuschlag auf KLBGK 12 % + AGK 9 % + Wagnis 2 % + Gewinn 3 % = 26 %14,10 €/h
1.6 Verrechnungslohn VLKL + Zuschlag68,32 €/h

Die Beispielwerte sind nur Platzhalter. Ihre eigenen Sozialkosten und Zuschläge ergeben sich aus der Lohnbuchhaltung und der Kostenrechnung Ihres Betriebs. Baustellengemeinkosten (BGK) betreffen die konkrete Baustelle, Allgemeine Geschäftskosten (AGK) den Betrieb insgesamt. Wie sich der Stundensatz im Handwerk außerhalb öffentlicher Vergaben zusammensetzt, zeigt der Artikel Stundenverrechnungssatz kalkulieren.

Formblatt 223: Einheitspreise aufgliedern

Im Formblatt 223 wird jeder Einheitspreis in seine Teilkosten zerlegt. Der Lohnanteil ergibt sich aus Zeitansatz (Stunden je Mengeneinheit) mal Verrechnungslohn, Stoffe, Geräte und Sonstiges werden mit ihren Zuschlägen angesetzt. Die Summe ist der Einheitspreis. Beispiel aus der Vorlage: Mauerwerk KS 17,5 cm mit 0,85 h/m² ergibt bei 68,32 €/h einen Lohnanteil von rund 58,07 €/m²; dazu kommen 24,80 €/m² Stoffe und 1,20 €/m² Geräte, jeweils mit Zuschlag.

⚠️ Kalkulationshilfe, kein amtliches Formular
Für die Abgabe des Angebots ist immer das Formblatt zu verwenden, das die Vergabestelle mit den Vergabeunterlagen übermittelt – häufig in der jeweils aktuellen Fassung des VHB oder eines Landes-Handbuchs. Diese Excel-Datei hilft beim Rechnen, ersetzt das Formblatt aber nicht.

Typische Fehler in der Zuschlagskalkulation

  • Angaben in Formblatt 221 und die Einheitspreise im LV passen nicht zusammen – das fällt bei der Prüfung auf.
  • Zuschläge geschätzt statt aus der eigenen Kostenrechnung abgeleitet.
  • Lohnerhöhungen während der Bauzeit nicht im Mittellohn berücksichtigt.
  • Nachunternehmerleistungen ohne Zuschlag für Koordination und Wagnis weitergegeben.
  • Rundungsdifferenzen zwischen Teilkosten und EP – die Vorlage rundet den EP deshalb auf Cent.

Wie Sie ein Leistungsverzeichnis lesen und Positionen sauber beschreiben, erklärt der Artikel Leistungsverzeichnis erstellen. Für den Datenaustausch mit der Vergabestelle siehe GAEB-Format.

Angebotssumme und Plausibilität

Im Blatt 221 fasst die Vorlage die Einzelkosten aller Positionen je Kostenart zusammen und schlägt die Zuschläge auf. Die so ermittelte Angebotssumme sollte mit der Summe Ihres ausgepreisten Leistungsverzeichnisses übereinstimmen. Größere Abweichungen deuten auf Positionen hin, deren Einheitspreis nicht aus der Kalkulation stammt. Für private Auftraggeber genügt in der Regel ein klassisches Angebot ohne Formblätter.

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So hilft BauDock
Das Leistungsverzeichnis der Vergabestelle lesen Sie in BauDock als GAEB-Datei (X81 bis X86) oder PDF ein, kalkulieren die Positionen und geben das Angebot als Datei zurück. Die Werte aus Ihrer Kalkulation tragen Sie anschließend in die amtlichen Formblätter ein.
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Fragen & Antworten

Fragen zur Vorlage Formblatt 221 / 223

Was ist das Formblatt 221?

Formblatt 221 ist die „Preisermittlung bei Zuschlagskalkulation“ aus dem VHB Bund. Der Bieter gibt darin Mittellohn, Lohnzusatzkosten, Verrechnungslohn und die Zuschläge für Baustellengemeinkosten, Allgemeine Geschäftskosten sowie Wagnis und Gewinn an.

Was ist der Unterschied zwischen Formblatt 221 und 223?

Formblatt 221 zeigt, wie der Betrieb kalkuliert (Verrechnungslohn und Zuschläge). Formblatt 223 gliedert einzelne Einheitspreise in Lohn, Stoffe, Geräte und Sonstiges auf.

Kann ich diese Excel-Datei bei der Ausschreibung abgeben?

Nein. Abzugeben ist das Formblatt, das die Vergabestelle mit den Vergabeunterlagen verschickt. Diese Vorlage ist eine Kalkulationshilfe zum Rechnen und Prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen Kalkulationslohn und Verrechnungslohn?

Der Kalkulationslohn umfasst Mittellohn, lohngebundene Kosten und Lohnnebenkosten. Der Verrechnungslohn enthält zusätzlich die Zuschläge für Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn und ist der Stundensatz, mit dem Lohnanteile im Einheitspreis gerechnet werden.

Was bedeutet EFB-Preis?

EFB-Preis war die frühere Bezeichnung der Formblätter zur Preisermittlung (Einheitliche Formblätter). Heute heißen sie im VHB Bund Formblatt 221, 222 und 223.