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Betonierprotokoll Vorlage – kostenlos als PDF herunterladen

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Diese Betonierprotokoll Vorlage dokumentiert eine Betonage vollständig: Bauteil, Beton nach Festlegung, Lieferscheine mit Annahmekontrolle, Witterung, Einbau und Verdichtung, Prüfkörper und Nachbehandlung. Sie orientiert sich an DIN EN 13670 und DIN 1045-3. Bauleiter, Poliere und Rohbaufirmen erhalten sie als ausfüllbares PDF für die Baustelle.

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Das steht in der Vorlage
  • Kopf: Bauvorhaben, Protokoll-Nr., Datum, Bauteil / Abschnitt mit Achsen und Geschoss, Betonierbeginn und -ende, ausführende Firma, verantwortlicher Polier
  • Beton nach Festlegung: Druckfestigkeitsklasse, Expositionsklassen, Feuchtigkeitsklasse, Konsistenz, Größtkorn, Zementart / Zusatzmittel, Überwachungsklasse, Menge laut Plan, Lieferwerk, Bewehrungsabnahme
  • Tabelle Lieferscheine und Annahmekontrolle: Lieferschein-Nr., Menge, Ankunft, Entladen bis, Sorte wie bestellt, Frischbetontemperatur, Ausbreitmaß, Wasserzugabe, Bemerkung
  • Witterung und Einbau: Lufttemperatur Beginn und Ende, niedrigste Nachttemperatur, Wetter, Einbauart, Verdichtung, Fallhöhe / Schüttlagen, Arbeitsfugen
  • Checkliste mit sieben Kontrollen vor und während des Betonierens (Schalung, Bewehrung, Lieferscheine, keine Wasserzugabe, Temperatur, Verdichtung, Frost)
  • Tabelle Prüfkörper mit Art, Anzahl, Lieferschein, Kennzeichnung, Prüfstelle / Prüfdatum und Ergebnis
  • Nachbehandlung: Verfahren, Beginn, Mindestdauer, Ausschalen, Frostschutz, Ende, Kontrolle; besondere Vorkommnisse, Hinweis und Unterschriften Polier und Bauleitung Auftraggeber
Das nimmt sie Ihnen ab
  • Lieferscheintabelle mit acht nummerierten Zeilen und Summe der Betonmenge
  • Ankreuzfelder ja / nein / entf. für alle Kontrollen
  • Druckfertig auf A4, mit Unterschriftsfeldern für ausführende Firma und Bauleitung des Auftraggebers

So füllen Sie die Vorlage aus

  1. 1
    Vor der Betonage vorbereiten
    Kopf, Bauteil und die Festlegung des Betons aus Plan und Bestellung eintragen. Bewehrungsabnahme mit Datum und Namen vermerken.
  2. 2
    Jeden Lieferschein prüfen
    Bei jedem Fahrmischer Sorte, Klassen und Menge mit der Bestellung vergleichen, Ankunft und Entladezeit notieren und die Frischbetontemperatur messen.
  3. 3
    Witterung und Einbau festhalten
    Lufttemperaturen, Wetter, Einbauart, Verdichtung und Lage der Arbeitsfugen eintragen und die Kontrollen abhaken.
  4. 4
    Prüfkörper dokumentieren
    Hergestellte Würfel oder Zylinder mit Kennzeichnung und zugehörigem Lieferschein eintragen. Das Ergebnis nach der Prüfung nachtragen.
  5. 5
    Nachbehandlung abschließen
    Verfahren, Beginn und Dauer der Nachbehandlung sowie den Ausschaltermin eintragen, Vorkommnisse beschreiben und beide Seiten unterschreiben lassen.

Wozu dient ein Betonierprotokoll?

Ein Betonierprotokoll hält fest, welcher Beton wann, unter welchen Bedingungen und wie in ein Bauteil eingebaut wurde. Es ist der Nachweis, dass Festlegung, Annahmeprüfung, Verdichtung und Nachbehandlung den Regeln entsprechen. Treten später Risse, Kiesnester oder zu geringe Festigkeiten auf, lässt sich mit dem Protokoll klären, ob die Ursache im Beton, im Einbau oder in der Nachbehandlung liegt. Ohne Aufzeichnung trägt die ausführende Firma im Streit die volle Beweislast für eine fachgerechte Betonage. Hintergründe erklärt der Ratgeber Betonierprotokoll.

Normen: DIN EN 13670 und DIN 1045-3

Die Ausführung von Betonbauwerken regelt DIN EN 13670 zusammen mit der nationalen Anwendungsnorm DIN 1045-3. Für Beton der Überwachungsklassen 2 und 3 sind die Betonierarbeiten lückenlos aufzuzeichnen, die Annahmeprüfungen auf der Baustelle durchzuführen und die Unterlagen aufzubewahren. Mit der Neuausgabe der DIN-1045-Reihe 2023 werden die Überwachungsklassen schrittweise durch Betonbauqualitätsklassen nach DIN 1045-1000 abgelöst. Welche Fassung gilt, hängt von der bauaufsichtlichen Einführung im Land und vom Vertrag ab. Tragen Sie im Zweifel die Klasse ein, die der Tragwerksplaner festgelegt hat.

Wichtige Werte im Betonierprotokoll
PrüfgrößeÜbliche AnforderungWo im Protokoll
Frischbetontemperaturmindestens +5 °C, höchstens +30 °CLieferscheintabelle
Lufttemperaturbei Frost Schutzmaßnahmen, kein Einbau auf gefrorenen UntergrundWitterung
KonsistenzAusbreitmaß passend zur festgelegten Klasse, z. B. F3 = 420 bis 480 mmLieferscheintabelle
Wasserzugabeauf der Baustelle nicht zulässig, nur Fließmittel nach HerstellerangabeLieferscheintabelle, Checkliste
PrüfkörperWürfel 150 mm, Prüfung der Druckfestigkeit in der Regel nach 28 TagenPrüfkörper
NachbehandlungDauer nach Festigkeitsentwicklung, Oberflächentemperatur und ExpositionsklasseNachbehandlung

Betonage dokumentieren: Ablauf auf der Baustelle

  1. Bewehrung abnehmen lassen und die Abnahme im Protokoll vermerken, bevor der erste Fahrmischer kommt.
  2. Schalung auf Sauberkeit, Dichtheit und Standsicherheit prüfen, Einbauteile und Betondeckung kontrollieren.
  3. Jeden Lieferschein mit der Bestellung abgleichen und abweichende Sorten zurückweisen.
  4. Lagenweise einbauen und verdichten, Fallhöhen begrenzen und Arbeitsfugen nur an geplanten Stellen anordnen.
  5. Nachbehandlung sofort nach dem Abziehen beginnen und den Beton vor Austrocknung und Frost schützen.
  6. Lieferscheine, Protokoll und Prüfergebnisse gemeinsam ablegen und im Bautagebuch auf die Betonage verweisen.

Wichtig ist, das Protokoll während der Betonage zu führen und nicht am Abend aus dem Gedächtnis. Uhrzeiten, Temperaturen und Lieferscheinnummern lassen sich später kaum noch rekonstruieren. Die Menge laut Plan überschlagen Sie vorab mit dem Beton-Rechner.

📖
So hilft BauDock
Am Tag der Betonage halten Sie im Bautagebuch von BauDock Wetter, Temperatur, Firmen und Personal fest und fotografieren die Lieferscheine direkt am Eintrag. So stehen die Angaben fest, bevor jemand sie am Abend aus dem Gedächtnis ergänzen muss.

Typische Fehler beim Betonierprotokoll

  • Lieferscheine nur gesammelt statt bei der Ankunft geprüft: Eine falsche Sorte ist dann schon eingebaut.
  • Wasser zugegeben, um den Beton pumpfähiger zu machen, und das nicht notiert.
  • Frischbetontemperatur im Winter oder Hochsommer nicht gemessen.
  • Prüfkörper ohne eindeutige Kennzeichnung, sodass das Ergebnis keinem Bauteil zugeordnet werden kann.
  • Nachbehandlung zu früh beendet oder gar nicht dokumentiert.
ℹ️ Bauen im Winter
Bei niedrigen Temperaturen verlängert sich die Nachbehandlung deutlich, und der Beton muss vor Frost geschützt werden, bis er ausreichend Festigkeit erreicht hat. Mehr dazu im Artikel Bauen im Winter. Die Vorlage ist ein Muster ohne Gewähr; maßgeblich sind die Festlegungen des Tragwerksplaners.
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Fragen & Antworten

Fragen zur Vorlage Betonierprotokoll

Ist ein Betonierprotokoll Pflicht?

Für Beton der Überwachungsklassen 2 und 3 verlangt DIN 1045-3 eine lückenlose Aufzeichnung der Betonierarbeiten. Bei Überwachungsklasse 1 ist es nicht vorgeschrieben, aber als Nachweis dringend zu empfehlen.

Wer füllt das Betonierprotokoll aus?

In der Regel der Polier oder Bauleiter der ausführenden Firma. Die Bauleitung des Auftraggebers zeichnet gegen, wenn sie bei der Betonage anwesend ist.

Darf auf der Baustelle Wasser in den Beton gegeben werden?

Nein. Zusätzliches Wasser verändert den Wasserzementwert und senkt Festigkeit und Dauerhaftigkeit. Zulässig ist nur die Zugabe von Fließmittel nach Angabe des Betonherstellers.

Wie lange muss Beton nachbehandelt werden?

Das hängt von der Festigkeitsentwicklung des Betons, der Oberflächentemperatur und der Expositionsklasse ab. DIN 1045-3 enthält dafür Tabellen; bei kühler Witterung sind es oft mehrere Tage länger als im Sommer.

Wie lange werden Betonierprotokolle aufbewahrt?

Mindestens bis zum Ende der Verjährungsfrist für Mängelansprüche, also in der Regel fünf Jahre nach der Abnahme. Viele Firmen bewahren sie mit der Bauakte länger auf.